Umreifung oder Stretchfolie? Erfahren Sie, welche Methode sich für leichte, schwere und unregelmäßige Palettenladungen eignet und wann die Kombination beider Verfahren sinnvoll ist.
Umreifen oder Stretchfolie – wie sichert man eine Palette richtig?
Eine zuverlässige Ladungssicherung auf Paletten ist für Transport, Lagerung und Umschlag entscheidend. Die Ware sollte beim Transport mit dem Gabelstapler, beim Bremsen und bei Richtungsänderungen möglichst stabil auf der Palette bleiben.
Zu den häufigsten Verpackungsmethoden gehören die Umreifung mit PP- oder PET-Band und das Wickeln mit Stretchfolie. Einen Überblick über entsprechende Lösungen bieten die Verpackungsmaschinen und -anlagen von CORMAK.
Wie funktioniert die Palettenumreifung?
Bei der Umreifung wird ein Band um die Ladung geführt, gespannt und dauerhaft verbunden. Häufig kommen Polypropylenband (PP) und Polyesterband (PET) zum Einsatz.
PP-Band eignet sich vor allem für Kartons und leichtere bis mittelschwere Produkte. PET-Band besitzt eine höhere Festigkeit und wird häufig bei schwereren industriellen Ladungen eingesetzt.
Bei regelmäßigem Verpackungsaufkommen können Umreifungsmaschinen den Prozess beschleunigen und eine besser reproduzierbare Bandspannung ermöglichen.
Wie funktioniert Stretchfolie?
Stretchfolie wird unter Spannung um die Ladung gelegt. Die einzelnen Folienlagen verbinden Kartons und andere Verpackungen zu einer kompakteren Ladeeinheit.
Wichtig ist, auch den unteren Bereich der Palette in die Wicklung einzubeziehen. Dadurch wird die Ladung besser mit ihrem Ladungsträger verbunden.
Stretchfolie schützt zusätzlich vor Staub und Schmutz und bietet einen begrenzten Schutz vor Feuchtigkeit. Für größere Verpackungsmengen können Palettenwickelmaschinen den Prozess deutlich vereinheitlichen.
Umreifung oder Stretchfolie bei schweren Lasten?
Bei schweren Produkten ist eine mechanische Stabilisierung besonders wichtig. PET-Band kann hohe Spannkräfte übertragen und die Ladung fest an der Palette halten.
Stretchfolie allein ist bei schweren, kompakten oder unregelmäßigen Teilen nicht immer ausreichend. In solchen Fällen übernimmt die Umreifung die mechanische Sicherung, während die Folie einzelne Packstücke zusammenhält.
Wann reicht Stretchfolie aus?
Bei leichten und mittelschweren Kartons, die gleichmäßig und stabil gestapelt sind, kann korrekt aufgebrachte Stretchfolie eine geeignete Lösung sein.
Entscheidend sind Folienqualität, Vorspannung, Wickelmuster und die ausreichende Fixierung im unteren Palettenbereich.
Warum Kantenschutz verwenden?
Kantenschutzelemente werden zwischen Band und Verpackung eingesetzt. Sie verteilen die Bandkraft auf eine größere Fläche und verringern das Risiko von Druckstellen oder Beschädigungen.
Bei empfindlichen Kartons und scharfkantigen Produkten sind sie besonders sinnvoll.
Wann beide Methoden kombinieren?
Bei anspruchsvollen Ladungen ergänzen sich Umreifung und Stretchfolie. Das Band übernimmt die mechanische Fixierung, die Folie bündelt die Packstücke und schützt deren Oberfläche.
Die Kombination eignet sich besonders für hohe, schwere, wertvolle oder häufig umgeschlagene Paletten.
Wie lässt sich der Verpackungsprozess automatisieren?
Umreifung automatisieren
Akku-, halbautomatische und automatische Umreifungsgeräte reduzieren manuelle Arbeitsschritte und erhöhen die Wiederholbarkeit.
Paletten automatisch wickeln
Palettenwickler ermöglichen definierte Wickelzyklen und eine gleichmäßigere Folienführung. Dies ist vor allem bei größeren täglichen Versandmengen vorteilhaft.
Wie wählt man die richtige Methode?
- Gewicht der Ladung,
- Palettenhöhe,
- Form der Produkte,
- Verpackungsart,
- Empfindlichkeit der Ware,
- Transportweg,
- Anzahl der Umschläge,
- tägliches Verpackungsvolumen.
Fazit
Umreifung und Stretchfolie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Umreifungsband sorgt vor allem für mechanische Stabilität, während Stretchfolie die einzelnen Verpackungen zusammenhält und vor Verschmutzung schützt.
Bei anspruchsvollen Paletten kann die Kombination beider Verfahren die sinnvollste Lösung sein. Bei hohem Versandvolumen verbessern geeignete Verpackungsmaschinen zusätzlich Ergonomie und Prozesswiederholbarkeit.