Der Schraubenkompressor ist die wichtigste Quelle für Druckluft in Werkstätten, Servicebetrieben und Produktionsstätten. Er versorgt Maschinen, Fertigungslinien, Druckluftwerkzeuge, Montagestationen und Automatisierungskomponenten mit Druckluft. Die bloße Tatsache, dass Luft komprimiert wird, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der gesamte Kompressor bei der Technischen Aufsichtsbehörde registriert werden muss.
Ein Schraubenkompressor ist die wichtigste Quelle für Druckluft in Werkstätten, Servicebetrieben und Produktionsstätten. Er versorgt Maschinen, Fertigungslinien, Druckluftwerkzeuge, Montagestationen und Automatisierungskomponenten mit Druckluft. Die bloße Tatsache der Luftverdichtung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der gesamte Kompressor beim Amt für Technische Aufsicht (UDT) registriert werden muss.
In der Praxis betreffen die Verpflichtungen gegenüber dem Technischen Überwachungsamt vor allem Druckgeräte, die Teil einer Anlage oder eines Systems sind. Meistens handelt es sich dabei um den Druckluftbehälter. Von Bedeutung kann auch ein anderes Druckgerät sein, das in der Dokumentation des Herstellers als separates technisches Gerät ausgewiesen ist.
Die wichtigste Antwort
Ein Schraubenkompressor unterliegt als Maschine nicht der Registrierung beim UDT, nur weil er ein Kompressor ist. Der technischen Aufsicht unterliegen hingegen möglicherweise sein Druckbehälter oder ein separater, im Druckluftsystem installierter Behälter.
Die Beurteilung darf nicht ausschließlich auf der Grundlage der Motorleistung, der Kompressorleistung oder der Modellbezeichnung erfolgen. Entscheidend sind vier Angaben: das Fassungsvermögen des Behälters, der zulässige Überdruck, die Einbauart sowie die Angaben auf dem Typenschild.
Verfügt das Gerät über einen Behälter, müssen dessen Fassungsvermögen V in Litern sowie der zulässige Überdruck P oder PD in Bar vom Typenschild abgelesen werden. Anschließend wird das Produkt berechnet:
P × V
Anhand des Ergebnisses lässt sich vorläufig feststellen, ob der Behälter unter die vereinfachte Aufsicht fällt oder ob eine Meldung an die UDT und die Einholung einer Betriebsgenehmigung erforderlich ist.
Rechtsgrundlage im Jahr 2026
Für Druckgeräte sind vor allem folgende Rechtsvorschriften von Bedeutung: das Gesetz über die technische Überwachung, die Verordnung zur Festlegung der Arten von überwachungspflichtigen Geräten sowie die Verordnung über die technischen Bedingungen der Überwachung bestimmter Druckgeräte. Die Vorschriften schaffen keine einheitliche Kategorie unter der Bezeichnung „UDT-pflichtiger Schraubenkompressor“. Über die Einstufung entscheiden die Parameter des jeweiligen Druckgeräts.
Daher können zwei Kompressoren mit ähnlicher Leistung und ähnlichem Durchsatz unterschiedliche Verpflichtungen nach sich ziehen. Es reicht bereits aus, wenn sie Behälter mit unterschiedlichem Fassungsvermögen, unterschiedlichem Druck oder einer anderen Einbauweise aufweisen.
Behälter in einer Kompressoranlage
Als Behälter in einer Kompressoranlage gilt ein Behälter, der Teil einer kompletten Anlage ist. Dabei kann es sich um eine Baugruppe handeln, bei der Kompressor, Behälter, Armaturen und sonstige Ausrüstung eine vom Hersteller gelieferte Einheit bilden.
Für einen solchen Behälter gilt folgender Schwellenwert:
P × V ≥ 800 bar·l
Zudem muss der Überdruck den in den Anforderungen angegebenen Grenzwert überschreiten. In typischen Industrieanlagen, die mit 8, 10 oder 13 bar betrieben werden, ist die Druckbedingung erfüllt. Entscheidend ist daher die korrekte Berechnung des Produkts aus Volumen und Überdruck.
| Das Ergebnis P × V für den Behälter im Aggregat | Form der Überwachung | Was bedeutet das in der Praxis? |
|---|---|---|
| P × V < 800 bar·l | Vereinfachte Überwachung | Keine Betriebsgenehmigung der UDT und keine regelmäßigen Standardprüfungen. |
| 800 ≤ P × V ≤ 3000 bar·l | Vollständige Überwachung | Anmeldung, Abnahmeprüfung und Betriebsgenehmigung erforderlich. |
| P × V > 3000 bar·l | Vollständige Überwachung | Regelmäßige Prüfungen, einschließlich Inspektionen gemäß dem UDT-Zeitplan, sind erforderlich. |
Beispielberechnungen für ein Aggregat
Wenn der Behälter ein Fassungsvermögen von 90 Litern hat und mit einem Überdruck von 8 bar betrieben wird, sieht die Berechnung wie folgt aus:
90 × 8 = 720 bar·l
Das Ergebnis liegt unter 800 bar·l. Ein solcher Behälter im Aggregat unterliegt der vereinfachten Überwachung.
Für einen 100-Liter-Behälter bei 10 bar ergibt sich:
100 × 10 = 1000 bar·l
Der Schwellenwert von 800 bar·l wurde überschritten, daher muss das Gerät vor Inbetriebnahme bei der UDT angemeldet und eine Genehmigung eingeholt werden.
Ein 270-Liter-Behälter bei 10 bar ergibt:
270 × 10 = 2700 bar·l
Dies liegt im Bereich von 800 bis 3000 bar·l. Es gilt die vollständige Aufsicht.
Ein 500-Liter-Behälter bei 10 bar ergibt:
500 × 10 = 5.000 bar·l
Das Ergebnis überschreitet 3000 bar·l. Ein solcher Behälter unterliegt weiterhin der vollständigen Überwachung, jedoch sind der Umfang und die Intervalle der Prüfungen umfangreicher als bei einem geringeren Produkt aus P × V.
Ein freistehender Behälter ist eine andere Kategorie
Ein separater Behälter, der neben dem Kompressor aufgestellt ist, sollte nicht automatisch wie ein Behälter in einer Anlage behandelt werden. Meist handelt es sich dabei um einen fest installierten, freistehenden Behälter, der Teil der Druckluftanlage ist.
Für ortsfeste Behälter gilt ein niedrigerer Schwellenwert als für Behälter in Kompressoraggregaten. In einer typischen Druckluftanlage ist folgender Wert zu prüfen:
PD × V > 300 bar·l
Beispielsweise ergibt ein 50-Liter-Speicher bei 10 bar:
50 × 10 = 500 bar·l
Handelt es sich um ein freistehendes Gerät, überschreitet es den Schwellenwert von 300 bar·l und erfordert möglicherweise eine vollständige Überwachung. Das gleiche Ergebnis, wenn es auf einen Speicher als Teil eines Aggregats angewendet wird, läge unter dem Schwellenwert von 800 bar·l. Die Art des Einbaus ist also von entscheidender Bedeutung.
Wie lässt sich der Behältertyp erkennen?
Am sichersten ist es, die Herstellerunterlagen, die Konformitätserklärung, die Bedienungsanleitung und die Typenschilder zu überprüfen. Die Einstufung sollte nicht ausschließlich auf dem Aussehen der Anlage basieren.
Ein auf einem Behälter aufgestellter Kompressor kann als eine Einheit verkauft werden. In einer anderen Konfiguration kann der Kompressor separat stehen und der Behälter über eine Leitung als eigenständiges Gerät angeschlossen sein. Der konstruktive und dokumentarische Unterschied wirkt sich auf die Einstufung aus.
Falls dies in den Unterlagen nicht eindeutig festgelegt ist, empfiehlt es sich, der zuständigen UDT-Zweigstelle Folgendes zuzusenden:
- ein Foto des Typenschilds,
- einen Installationsplan,
- die Herstelleranleitung,
- Konformitätserklärung,
- eine Beschreibung der Montage.
Dadurch lässt sich eine Bewertung vornehmen, die sich auf die tatsächliche Konfiguration bezieht und nicht auf eine allgemeine Produktbeschreibung.
Fällt ein Kompressor ohne klassischen Behälter nicht unter die UDT-Vorschriften?
Das Fehlen eines großen Behälters unter dem Kompressor befreit nicht von der Pflicht, die Dokumentation zu prüfen. Ein Schraubenkompressor kann unter Druck stehende Bauteile enthalten. Wenn der Hersteller eines dieser Elemente als separates Druckgerät ausweist, müssen dessen Parameter, Bauart und Verwendungszweck bewertet werden.
Man sollte jedoch nicht davon ausgehen, dass jeder Abscheider, Filter oder jedes Gehäuseteil automatisch registrierungspflichtig ist. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers, die Kennzeichnungen sowie die technische Dokumentation. Im Zweifelsfall sollte die Einstufung von der zuständigen UDT-Zweigstelle bestätigt werden.
Eine vereinfachte Überwachung bedeutet nicht, dass keine Pflichten bestehen
Eine vereinfachte Überwachung bedeutet, dass die UDT keine Betriebsgenehmigung erteilt und keine standardmäßigen regelmäßigen Prüfungen durchführt, wie sie für die vollständige Überwachung vorgesehen sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Behälter ohne technische Kontrolle genutzt werden darf.
Der Betreiber muss die Betriebsanleitung, den zulässigen Druck und die Sicherheitsvorschriften einhalten. Kondensat muss regelmäßig abgelassen, die Dichtheit der Verbindungen überprüft und der Zustand des Sicherheitsventils kontrolliert werden.
Es ist untersagt, den Einstellwert des Ventils eigenmächtig zu erhöhen, den Behälter zu verschweißen oder bauliche Änderungen ohne entsprechendes Verfahren vorzunehmen. Innere Korrosion ist besonders in Anlagen von Bedeutung, in denen die Druckluft nicht ordnungsgemäß getrocknet wird. Das sich am Boden des Behälters ansammelnde Kondensat kann die Materialalterung beschleunigen.
Wie meldet man einen Behälter beim UDT an?
Wenn das Gerät der vollständigen Aufsicht unterliegt, stellt der Betreiber einen Antrag auf Prüfung des Druckgeräts. Die Unterlagen sind an die örtlich zuständige Zweigstelle oder das Büro des UDT zu richten.
Dem Antrag sind für jedes angemeldete Gerät Unterlagen in polnischer Sprache beizufügen. Nach Prüfung der Unterlagen führt der Inspektor eine Abnahmeprüfung durch, wobei das Gerät betriebsbereit sein muss.
Überprüft werden unter anderem die Kennzeichnungen des Behälters, der technische Zustand, die Sicherheitsausrüstung, die ordnungsgemäße Montage sowie die Übereinstimmung der Konfiguration mit den Unterlagen. Nach erfolgreicher Prüfung erteilt das UDT eine Betriebsgenehmigung.
Welche Unterlagen sind vorzulegen?
Der Umfang der Unterlagen hängt vom jeweiligen Gerät ab. In der Regel werden folgende Unterlagen benötigt:
- eine Betriebsanleitung in polnischer Sprache,
- Konformitätserklärung,
- die Dokumentation des Behälters,
- Zeichnungen oder Schemata der Anlage,
- Angaben zum Sicherheitsventil,
- lesbares Typenschild.
Auf dem Typenschild müssen vor allem der Hersteller, die Seriennummer, das Baujahr, das Fassungsvermögen und der zulässige Druck angegeben sein. Die Angaben im Antrag müssen mit den Unterlagen des Geräts übereinstimmen.
Ein Problem kann der Kauf eines gebrauchten Kompressors ohne Unterlagen darstellen. Das Fehlen einer Bedienungsanleitung, einer Konformitätserklärung oder eines lesbaren Typenschilds erschwert die Begutachtung und Registrierung. Vor dem Kauf einer gebrauchten Anlage sollte geprüft werden, ob ein Wartungsheft, eine aktuelle Zulassungsbescheinigung und vollständige Unterlagen vorliegen.
Die CE-Kennzeichnung ersetzt nicht die UDT-Entscheidung
Die CE-Kennzeichnung und die Konformitätserklärung bestätigen, dass der Hersteller eine Konformitätsbewertung hinsichtlich der einschlägigen Anforderungen durchgeführt hat. Sie ersetzen jedoch nicht die UDT-Entscheidung, die für ein Gerät erforderlich ist, das der vollständigen Aufsicht unterliegt.
Der Verkäufer kann die Unterlagen bereitstellen und bei der Vorbereitung der Daten helfen. Die Pflicht zur Anmeldung und zum Einholen der Bescheinigung obliegt jedoch dem Betreiber, d. h. dem Unternehmen, das das Gerät nutzen wird.
UDT und die Auswahl der Kompressorleistung
Die Einstufung für die technische Überwachung sagt nichts darüber aus, ob der Kompressor korrekt auf den aktuellen Bedarf des Betriebs abgestimmt wurde. Dies sind zwei getrennte Sachverhalte.
Ein Schraubenkompressor sollte auf der Grundlage des Gesamtluftverbrauchs, des erforderlichen Drucks, der gleichzeitigen Nutzung der Verbraucher, der geplanten Erweiterung des Betriebs sowie der Art der Bedarfsschwankungen ausgewählt werden. Entscheidend ist die effektive Leistung und nicht nur die Motorleistung oder die theoretische Leistung.
Ein zu kleiner Kompressor kann ständig unter hoher Last laufen und den erforderlichen Druck nicht aufrechterhalten. Auch eine zu große Anlage ist nicht immer vorteilhaft. Häufige Schaltzyklen und der Betrieb außerhalb des optimalen Bereichs können den Energieverbrauch erhöhen.
Wie lassen sich Energieverluste begrenzen?
Die Kosten für die Erzeugung von Druckluft hängen nicht nur vom Kompressor ab. Von großer Bedeutung sind die Dichtheit der Anlage, Druckverluste, der Zustand der Filter, die Funktion des Trockners sowie der eingestellte Betriebsdruck.
Undichtigkeiten verursachen Energieverluste, da der Kompressor Luft erzeugt, die keine nützliche Arbeit verrichtet. Verschmutzte Filter und falsch dimensionierte Leitungen erhöhen den Strömungswiderstand. Häufig versucht der Anwender, die Druckverluste durch eine Erhöhung des Drucks auszugleichen, was den Energieverbrauch zusätzlich steigern kann.
Regelmäßige Überprüfungen der Anlage, die Beseitigung von Undichtigkeiten, die ordnungsgemäße Entfeuchtung der Luft und die Anpassung des Betriebsdrucks an die tatsächlichen Verbraucher verbessern die Wirtschaftlichkeit des gesamten Druckluftsystems. Sie ändern nichts an der UDT-Zulassung, können jedoch die Betriebskosten senken.
Die häufigsten Fehler der Anwender
- Die Beurteilung der Verpflichtung ausschließlich anhand des Behältervolumens.
- Anwendung des Schwellenwerts von 800 bar·l auf jeden Speicher, auch auf freistehende.
- Inbetriebnahme einer unter vollständiger Aufsicht stehenden Anlage vor Erhalt der Genehmigung.
- Die CE-Kennzeichnung als Ersatz für die UDT-Genehmigung betrachten.
- Kauf eines gebrauchten Kompressors ohne Dokumentation und ohne lesbares Typenschild.
- Das Unterlassen der regelmäßigen Kondensatableitung und der Überprüfung des Sicherheitsventils.
Zusammenfassung
Ein Schraubenkompressor unterliegt nicht automatisch der Registrierung als komplette Maschine. Die Registrierungspflicht betrifft in erster Linie den Druckbehälter und hängt von dessen Parametern sowie der Art des Einbaus ab.
Für einen Druckbehälter in einer Kompressoranlage ist der Schwellenwert P × V von mindestens 800 bar·l entscheidend. Bei einem typischen freistehenden Druckbehälter sind der Schwellenwert von 300 bar·l sowie die Druckbedingung zu prüfen. Vor der Inbetriebnahme müssen die Angaben auf dem Typenschild abgelesen, P × V berechnet und die Unterlagen überprüft werden.
Die endgültige Eignungsprüfung sollte sich auf die konkrete Konfiguration beziehen. Im Zweifelsfall ist es am sichersten, die Unterlagen der zuständigen UDT-Zweigstelle vorzulegen. Dadurch lassen sich Fehlinterpretationen, Betriebsausfälle und die Nutzung des Behälters ohne die erforderliche Genehmigung vermeiden.